Kairo - Die Außenminister der Arabischen Liga haben ihre Länder am Dienstag zur Wiederaufnahme voller diplomatischer Beziehungen zum Irak aufgerufen. Der kritischen Frage, ob die Staaten auch Truppen zur Stabilisierung des Irak entsenden sollten, wichen sie aber aus. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, hatte die Minister zuvor gemahnt, die richtige Entscheidung zu treffen: "Die Tore der Hölle sind geöffnet im Irak und die Situation wird komplizierter und gespannter."

Die arabischen Staaten müssten Irak bei der Bewältigung der Krise helfen, damit das Land die volle Souveränität erlangen, seine Einigkeit festigen und die Besatzung beenden könne. Wie schwierig dies für die arabischen Länder ist, hatte am Sonntag der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit deutlich gemacht: "Unsere Entscheidung steht fest. Wir werden unter den gegenwärtigen Umständen keine Truppen entsenden, weil die Lage zu instabil ist. Wir können nicht auf die Söhne des irakischen Volkes schießen, und wir können nicht hinnehmen, dass auf unsere Söhne gefeuert wird."

Bagdad hat zwar schon etliche Botschafter für arabische Staaten, wenn auch nicht für Kuwait und Saudiarabien benannt, der umgekehrte Schritt steht aber noch aus. (APA/AP)