Moskau - Im Tschetschenien-Krieg sind nach Angaben der Soldatenmütter-Komitees bisher mehr als 3.500 Soldaten gefallen und 6.500 verwundet worden. Die Vorsitzende der Organisation, Walentina Melnikowa, warf den Militärs am Freitagabend im NTW-Fernsehen erneut vor, die Verlustzahlen zu verfälschen. Die Regierung hatte am Freitag offiziell die Zahl von 1.647 Toten und 4.661 Verwundeten seit Beginn der Kämpfe in Dagestan im August 1999 genannt. Diese Angaben seien unvollständig, sagte Melnikowa, deren abweichende Zahlen sich auf in den Regionen gesammelte Angaben stützten. So zählten die Militärs nur unmittelbar im Kampf gefallene Soldaten. Wer später im Lazarett an einer Verwundung sterbe, tauche in der Statistik nicht mehr auf. Unklar sei das Schicksal von etwa 540 Wehrpflichtigen. Das Verteidigungsministerium liste sie als Deserteure auf, die Soldatenmütter rechneten sie als vermisst, sagte Melnikowa. (APA/dpa)