"Falter"-Chefredakteur Armin Thurnher ...

Foto: Verena Hausknost / PULS TV

Elisabeth Ochsner (Geschäftsführerin der Medienagentur Pan Media) und Staatssekretär Frank Morak ...

Foto: Verena Hausknost / PULS TV

Pius Strobl (ORF-Stiftungsrat), Helmut Thoma (Ex-RTL-Chef) diskutieren zum Thema "Wem gebühren die TV-Gebühren?"

Foto: Verena Hausknost / PULS TV
Rundfunkgebühren gebühren nicht alleine öffentlich-rechtlichen Anstalten, findet Helmut Brandstätter. Damit die Forderung nicht ganz so rasch verhallt, lud sein Wiener Stadtsender Puls TV zur quasi öffentlich-rechtlichen Livediskussion zum Thema.

Dieses Prinzip schmeckt Helmut Thoma, als ehemaliger RTL-Chef Quotenfischer außer Dienst: "Überholt" hätten sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten, geboren aus einstiger "Mangelwirtschaft" mit Frequenzen. Nicht Anstalten, öffentlich-rechtliches Programm gelte es zu fördern.

Gegen Gebühren für Private hätte Strobl nichts

Vom Küniglberg mochte keiner herabsteigen, Thoma und Brandstätter live auf Puls etwas entgegenzuhalten. So sprang Pius Strobl ein, ORF-Stiftungsrat der Grünen. Der hängt am - wiewohl "nicht sehr schlanken" - ORF um der österreichischen Identität willen, die mancher in ORF 1 vermisst. Gegen Gebühren für Private hätte Strobl dennoch nichts. Wenn Bund und Länder darauf verzichteten, ein Drittel auf die eigentliche ORF-Gebühr aufzuschlagen, gäbe es auch dafür Geld.

Medienstaatssekretär Franz Morak mochte sich dem nicht anschließen. Er verwies lieber auf bestehende Förderungen für TV-Produktionen und Digitalfernsehen von zusammen 15 Millionen Euro.

Günstige Werbefenster deutscher Sender liegen weder Strobl noch Morak noch Panmedia-Chefin Elisabeth Ochsner besonders am Herzen. Zu verhindern sind sie nicht, erinnert Thoma. Dazu müsste Österreich schon aus der EU austreten. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 7.10.2004