Im Zuge der für 16. Oktober 2004 geplanten Einführung der mobilen Rufnummernportabilität, die Handykunden eine Mitnahme der Rufnummer inklusive Vorwahl bei einem Betreiberwechsel ermöglicht, hält T-Mobile Austria an der geplanten Verrechnung einer Abmeldegebühr – in der Branche auch "Fluchtsteuer" genannt – von bis zu 40 Euro fest. Die Gebühr für Kunden, die zu einem anderen Betreiber wechseln, wird zwischen 20 und 40 Euro liegen, sagte T-Mobile Austria-Sprecherin Manuela Bruck am Dienstag.

Betrag "gerechtfertigt"

Die Gebühr sei gerechtfertigt, zumal der Kunde auch bei einem Wechsel zu einem anderen Betreiber im Netz von T-Mobile bleibe und von dort weitergeroutet werde, erläuterte Bruck. Dass die Verrechnung einer Abmeldegebühr einen Eingriff in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen darstelle und für den Kunden daher ein außerordentliches Kündigungsrecht entstehe, wie von tele.ring kolportiert, sehe man bei T-Mobile nicht so. Die Abmeldegebühr sei "rechtlich gedeckt", betonte Bruck.

Ball beim Regulator

Letztendlich werde es am Regulator liegen, über die Höhe der Abmeldegebühr zu entscheiden, meint Bruck. Der Regulator legt die Höhe der Gebühr, die laut Verordnung "nicht abschreckend" sein darf, allerdings erst im Juli 2005 rückwirkend fest. Dieses Vorgehen sei für T-Mobile unverständlich, zumal "sonst alles" im Vorhinein und nicht im Nachhinein reguliert werde. Der oberste Telekomregulator Georg Serentschy hatte zuletzt als "Richtwert" für die Abmeldegebühr 8 Euro empfohlen.

"Wir werden ein Entgelt zwischen 20 und 40 Euro verlangen"

Trotz heftiger Kritik von tele.ring und Hutchison hält neben der T-Mobile Austria auch die Mobilkom an einer Abmeldegebühr für Handykunden, die im Zuge der Einführung der Rufnummernmitnahme zu einem anderen Betreiber wechseln, fest. "Wir werden ein Entgelt zwischen 20 und 40 Euro verlangen", sagte Mobilkom-Sprecherin Ursula Novotny zur APA. Diese Gebühr sei gerechtfertigt auf Grund des getätigten Investitions-, Administrations- und Verwaltungsaufwandes. (APA)