Turin - Funktionäre von Juventus Turin geraten in dem seit Monaten laufenden Dopingprozess verstärkt unter Druck. Ein medizinisches Gutachten hat den Verdacht der Doping-Praktiken erhärtet. Bei mindestes zehn Juve-Spielern, unter ihnen die aktuellen Spieler Alessandro Del Piero, Paolo Montero und Alessio Tacchinardi sowie die ehemaligen Akteure Antonio Conte und Didier Deschamps, wurde wegen der starken Schwankungen der Blutwerte zwischen 1994 und 1998 auf die Einnahme von EPO geschlossen. "Die Blutwerte der Spieler beweisen, dass sie EPO zu sich genommen haben", erklärte Staatsanwalt Gianfranco Colace. Juventus-Geschäftsführer Antonio Giraudo und Teamarzt Riccardo Agricola werden beschuldigt, den Akteuren zudem Transfusionen mit stimulierenden Mitteln verabreicht zu haben. "Die Spieler sind mit Dopingmitteln behandelt worden, um die Genesung zu beschleunigen und um ihre Leistungen zu verbessern", erklärte der Staatsanwalt. (APA/SIZ)