Wien - Nach längerem Widerstand und oppositionellem Fordern will die SPÖ am Freitag, doch einen zusätzlichen Wiener Heizkostenzuschuss im Gemeinderat beschließen, so Stadträtin Renate Brauner am Donnerstag.

Eine Einmalzahlung von 50 Euro für sozial Schwache. Aber nur unter Protest: Der Bund profitiere vom Höhenflug der Ölpreise; heuer könne der Finanzminister mit zusätzlichen 270 Millionen an Steuereinnahmen rechnen, so SP-Klubobmann Christian Oxonitsch. Daher sei es unverständlich, dass der Bund keinen Zuschuss gewähre, wie im Winter 2000/01. Das Wiener Geld sollen auch jene Gruppen bekommen, für die der Bund zuständig sei, wie jene, die vom AMS Geld beziehen. Aber diese Summe will Wien beim Bund rückfordern.

Mehr Ölheizungen Der Grünen-Klubobmann Christoph Chorherr forderte am Donnerstag zusätzliche Maßnahmen, die derartige Zuschüsse künftig unnötig machen: wie etwa Informationskampagnen über Energiesparen und der Umstieg auf heimische, preisstabile Energieträger wie Biomasse. "Paradoxerweise ist aber in Wien der Anteil von Ölheizungen zwischen 2002 und 2003 um rund 20 Prozent gestiegen. Demnach werden nun etwa 100.000 Wohnungen in Wien mit Öl geheizt und sind von den Preissteigerungen am stärksten betroffen." (frei, DER STANDARD Printausgabe 22.10.2004)