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Der gestürzte Premier General Khin Nyunt (mitte), Lt. Gen. Thein Sein, (rechts), der neue Premier General Soe Win (links) und Außenminister Major Gen. Kyaw Win während Des "Tags der Streitkräfte" in Yangon, im März 2004.

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Rangun - Die in Burma herrschende Militärjunta will nach eigenen Angaben an dem so genannten Demokratie-Fahrplan des gestürzten Ministerpräsidenten General Khin Nyunt festhalten. Dieser habe sein Amt sowohl aus "Gesundheitsgründen" als auch wegen Korruption in dem von ihm geleiteten militärischen Geheimdienst verloren, erklärten sein Nachfolger General Soe Win und Außenminister Nyan Win am Freitag bei einer Zusammenkunft mit ausländischen Botschaftern in Rangun.

"Freie und gerechte Wahlen"

Nach seiner Ernennung zum Regierungschef hatte General Khin Nyunt im August 2003 einen Sieben-Punkte-Plan zur Demokratisierung des politischen Systems in dem südostasiatischen Land präsentiert. Ohne einen Zeitrahmen zu setzen, versprach er "freie und gerechte Wahlen auf der Grundlage einer neuen Verfassung".

Ein von der Junta im vergangenen Mai einberufener "Nationalkonvent" wurde von der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und von den Vertretern nationaler Minderheiten boykottiert. Die NLD hatte unter Suu Kyis Führung die Wahlen zur Konstituierenden Nationalversammlung im Jahr 1990 mit Vierfünftelmehrheit gewonnen, doch hatte das Militär die Machtübergabe verweigert. (APA/AFP)