Wien - Weiter offen bleibt das neue Spitzenmanagement bei der Telekom Austria: Der Aufsichtsrat der Telekom Austria (TA) hat heute zunächst die Demission des bisherigen Vorstands angenommen. Die TA selbst sprach von einer "Neustrukturierung" des Vorstandes. Das Präsidium des Aufsichtsrates wurde beauftragt, das Auswahlverfahren "rasch" durchzuführen. Die Syndikatspartner würden die nötigen Schritte umgehend einleiten, heißt es in einer Presseinformation der TA. Der derzeitige Vorstand habe dem Aufsichtsrat die einvernehmliche vorzeitige Beendigung der Vorstandsfunktionen angeboten und sich gleichzeitig bereit erklärt, die Vorstandsfunktionen bis zu Beginn der Tätigkeit des neuen Vorstandes weiter auszuüben. Der Aufsichtsrat habe zugestimmt. Mit Generaldirektor Werner Kasztler wurde außerdem "in bestem Einvernehmen vereinbart", dass er der TA und der ÖIAG als Konsulent weiter zur Verfügung stehen werde. Schwerpunkte seiner künftig beratenden Tätigkeit würden "Regulierungs- und Strategiefragen" sein. Abgestimmt mit dem neuen Vorstand werde Kasztler auch für die Beratung bei Auslandsengagements eingesetzt. Fischer wird sich wieder bewerben "Ich werde mich mit 100-prozentiger Sicherheit wieder bewerben und gehe auf Grund meiner bisherigen Erfahrung im Unternehmen davon aus, dass ich gute Chancen habe, wieder in den Vorstand zu kommen", sagte der Technikvorstand der Telekom Austria (TA), Rudolf Fischer, heute, Donnerstag, im Anschluss an die TA-Aufsichtsratssitzung zur APA. Die Ausschreibung für den neuen Vorstand werde voraussichtlich morgen gestartet und ende nach einem Monat. Danach hänge es vom Auswahlverfahren der Kandidaten ab, wann der neue Vorstand seinen Dienst antreten werde. Die Privatisierung der TA werde sich auf Grund des Vorstandswechsels nicht verzögern, glaubt Fischer: "Da der bisherige Vorstand interimistisch bis zur Bestellung des neuen im Amt bleibt, ist die Kontinuität gewahrt und etwaige Börsevorbereitungen können dennoch gemacht werden". Über Kandidaten für die Neubesetzung wollte sich Fischer nicht äußern. Der Wechsel des Vorstandes sei die "einzige vernünftige Vorgangsweise" gewesen, damit jeder der Eigentümer eigenständig wählen könne, wo die nächsten Schritte in Richtung Börsegang zu setzen seien, so Fischer. Der Vorstand sei geschlossen zurückgetreten, um "das Gesicht nach außen zu wahren". (APA)