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Foto: Reuters/ERIK DE CASTRO

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Rangliste zur Situation der Pressefreiheit 2004

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Rangliste zur Situation der Pressefreiheit 2003

Das unterste Ende in der Rangliste der Pressefreiheit und damit Rang 167 besetzt wie im Jahr zuvor Nordkorea. Sieben der zehn am schlechtesten bewerteten Staaten liegen in Asien, als ebenso problematisch stuft die internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) den mittleren Osten ein, mit Saudi Arabien, Iran, Syrien und dem Irak. In diesen Ländern seien Journalisten täglichen Repressalien und Zensur ausgesetzt. "Weder das Recht auf freie Information noch die Sicherheit der Journalisten werden dort garantiert ", klagt ROG.

Immer enger werdender Arbeitsmarkt und Medienkonzentration

Österreich verlor einen Rang gegenüber 2003 und belegt Platz 17. Die Vorsitzende des österreichischen ROG-Büros, Rubina Möhring begründet das gegenüber dem STANDARD mit "der existenziellen Bedrohung von Journalisten durch den immer enger werdenden Arbeitsmarkt und die Medienkonzentration." Kritischer Journalismus werde schwieriger und vergrößere "die Abhängigkeit vom Inseratenmarkt und von den Interessen jener, die inserieren." Weiters kritisiert ROG das Amtsgeheimnis und "dass es keine Akteneinsicht in nicht abgeschlossene Verfahren gibt, etwa bei der Steueraffäre des Finanzministers: Damit wird der Informationsfluss für die Öffentlichkeit unterbunden", meint Möhring.

Dänemark, Finnland Island vorne

Die USA und Israel scheinen je zwei Mal auf. Sie schränkten die Pressefreiheit im eigenen Land ungleich weniger ein als jenseits ihrer Grenzen: Die USA im Irak, Israel in den besetzten Gebieten.

Platz eins teilen sich Dänemark, Finnland, Island, Irland, die Niederlande, Norwegen, Slowakei und die Schweiz. (Doris Priesching/DER STANDARD, Printausgabe, 28.10.2004)