Bild nicht mehr verfügbar.

Die ägyptische Preisträgerin an ihrem Arbeitsplatz.
Foto: Reuters/MONA SHARAF
Paris - Die ägyptische Schriftstellerin und Feministin Nawal El Saadawi ist am Montag in Lissabon mit dem Nord-Süd-Preis des Europarats ausgezeichnet worden, der heuer zum 10. Mal vergeben wurde.

"Aufmerksam das Leben im Süden zu beobachten, heißt aufmerksam unsere eigenen Werte zu beobachten. Diese Werte aufrechtzuerhalten bedeutet, sie zu teilen", erklärte Europarats-Parlamentspräsident Peter Schieder (S), der sich gemeinsam mit der stellvertretenden Generalsekretärin Maud de Boer-Buquicchio an der Zeremonie beteiligte.

Nawal El Saadawi, von Beruf Psychiaterin, schrieb eine Vielzahl von Werken, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Der Preis würdigt ihren unermüdlichen Kampf für die Rechte der Frauen. Ihr Engagement in dieser Sache brachte sie sogar ins Gefängnis und zwang sie, ins Exil zu gehen.

Der alljährlich verliehene Nord-Süd-Preis des Europarates wurde 1995 ins Leben gerufen. Er wird jeweils an eine Persönlichkeit aus einem südlichen und einem nördlichen Land verliehen, die sich durch ihr Engagement und ihre Leistungen zum Schutz der Menschenrechte, der Verteidigung von Demokratie und der Förderung von Partnerschaft zwischen Nord und Süd hervorgehoben hat. (APA)