Salzburg/Wien - Der österreichische Autor Ferdinand Schmatz (51) erhält den mit 7.300 Euro dotierten Georg-Trakl-Preis für Lyrik 2004. Das gab der Haymon Verlag am Donnerstag bekannt. Die Jury hob bei den Gedichten von Schmatz vor allem hervor, dass diese streng kontrolliert und dennoch offen für Inspiration, für die Unwegbarkeiten des sprachlichen Zufalls, sind und von einer besessenen Arbeit am Sprachmaterial zeugen. Die Auszeichnung wird am 16. November (18 Uhr) in der Galerie im Traklhaus in Salzburg überreicht. Der Förderungspreis geht an die Salzburger Autorin Petra Nagenkögel.

Der Georg-Trakl-Preis für Lyrik wurde erstmals am 3. November 1953, dem Todestag des Dichters, überreicht. Erste Preisträgerin war Maria Zittrauer. Zu den späteren Preisträgern zählen Christine Busta, Christine Lavant, Michael Guttenbrunner, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Ilse Aichinger, Alfred Kolleritsch und Elfriede Gerstl.

Ferdinand Schmatz wurde am 3.2.1953 in Korneuburg geboren und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Er studierte Germanistik und Philosophie in Wien und ist Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. Zu seinen Büchern zählen "speise gedichte" (1992) und "Portierisch. Roman" (2001). Zuletzt erschien im Haymon Verlag "Tokyo, Echo". (APA)