Milwaukee - George Bush und John Kerry haben sich auch am letzten Tag vor den Wahlen nichts geschenkt. Der Präsident und sein demokratischer Herausforderer mobilisierten am Montag auf Wahlveranstaltungen in drei verschiedenen battleground states zum letzten Mal die Wähler.

Andrea Buchner

In Milwaukee, der größten Stadt im US-Bundesstaat Wisconsin, trafen Bush und Kerry beinahe persönlich aufeinander. Nur wenige Straßen voneinander entfernt schärften beide Kontrahenten ihren Zuhörern bei strömenden Regen ein, dass jede einzelne Stimme den Ausgang der Wahlen entscheiden wird.

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In der Tat ist es im Rennen um das Amt des Präsidenten extrem eng geworden. Eine am Montag auf CNN präsentierte Gallup-Umfrage sah Kerry bei 47 Prozent und Bush bei 49 Prozent der Stimmen (Fehlerquote +/- 3 Prozent). Und der Wahlausgang in neun battleground states – Pennsylvania, Ohio, Wisconsin, Minnesota, Iowa, Florida, Michigan, New Mexico und New Hampshire - wird die Entscheidung bringen.

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Während in den anderen Staaten Umfragen dem einen oder anderen Kandidaten eine ziemlich sichere Mehrheit vorhersagen, ist in diesen neun Staaten alles offen.

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Als Sieger aus der Wahl wird derjenige hervorgehen, der am Ende eine Kombination dieser neun Staaten gewinnt, die die Mehrheit an Wahlmänner-Stimmen abwirft.

Andrea Buchner

Eine wichtige Rolle werden die 15 Millionen neu registrierten Wähler spielen, die – wenn sie am Dienstag wählen gehen – die Wahl zugunsten Kerrys entscheiden könnten.

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Der Senator aus Massachusetts ging daher am Montag in Wisconsin noch einmal auf Konfrontationskurs mit Bush und rief in die Menge: “Wir brauchen einen Präsidenten, der sich nicht immer nur mit einer Sache beschäftigen kann, sondern mit mehreren zugleich!”

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Im Wesentlichen blieb Kerry am Montag aber bei seiner bekannten Linie: Er versprach eine starke internationale Allianz gegen den Terrorismus anzuführen, den verlorenen Respekt für die USA zurück zu gewinnen, die Wirtschaft anzukurbeln und das Gesundheitswesen zu sanieren.

Andrea Buchner

Kerry ließ es sich auch nicht nehmen, auf ein sportliches Ereignis vom Wochenende hinzuweisen, das für Abergläubische bereits die Wahl entschieden hat:

Andrea Buchner

Das Football-Team der Red Skins hat am Sonntag, dem Wochenende vor der Wahl, ein Heimspiel verloren. Wann immer das in den vergangenen 70 Jahren passiert ist, hat der amtierende Präsident die Wahl verloren. (Fotos und Text: Andrea Buchner, Bearbeitung: red.)

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