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Foto: AP /APTN/pool
Falluja - Bei ihrem Vorstoß in der sunnitischen Widerstandshochburg Falluja haben irakische Truppen auf drei irakische Geiseln, die in Häuserkellern eingesperrt waren. Die Geiseln seien gefesselt und halb verhungert gewesen. In Falluja wurden nach Überzeugung der USA zahlreiche der in den vergangenen Monaten verschleppten Geiseln gefangen gehalten.

Bereits am Mittwoch waren Soldaten in der Stadt auf Häuser gestoßen, in denen ausländische Geiseln gefangen gehalten und ermordet wurden.Dabei sei auch die schwarze Kleidung gefunden worden, die die Geiselnehmer in mehreren veröffentlichten Videos trugen, sowie hunderte CD-ROMs und Register mit Namen.

Seit April mehr als 30 Geiseln ermordet

Die Häuser befänden sich im Norden Fallujas, wo die US-Soldaten bei ihrer Offensive den stärksten Widerstand erwartet hatten, hieß es weiter. Ob in den Namenslisten auch die Namen der vermissten CARE-Direktorin Margaret Hassan und der beiden französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot vermerkt waren, wusste er nicht zu sagen. Die CARE-Chefin im Irak, Hassan, ist seit Oktober in der Hand von Geiselnehmern, die beiden Franzosen wurden bereits im August entführt. Irakische Extremisten haben seit April bereits mehr als 30 Geiseln ermordet.

Der französische Regierungssprecher Jean-Francois Copé hatte zuvor in Paris angesichts der laufenden Offensive von einer besorgniserregenden Lage im Irak gesprochen. Die Bemühungen zur Freilassung der beiden Journalisten würden besonders erschwert, erklärte Copé. (APA/AP)