Wien - Das Budget der Kunst-Universitäten ist von 2002 auf 2003 um 2,85 Mio. Euro gesunken. Standen den sechs Kunst-Unis 2002 noch 153,02 Mio. Euro vom Bund zur Verfügung, waren es 2003 nur mehr 150,17 Mio. Euro, teilte das Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) der Universität für Musik und Darstellende Kunst am Donnerstag in einer Aussendung mit. Die Daten stammen aus dem "Bericht zur Kulturfinanzierung des Bundes 2003", den das IKM am 18. November der Öffentlichkeit präsentieren will.

Schrumpfende Aus- und Weiterbildung

Der Rückgang ergibt sich laut IKM vor allem aus einem um 61,8 Prozent (5,3 Mio. Euro) niedrigeren Anlagenbudget sowie aus geringeren Lehrauftragsentgelten und Gastprofessoren-Vergütungen (minus 0,8 Mio. Euro bzw. 7,6 Prozent). Weil die Studienbeiträge in Höhe von 5,2 Mio. Euro noch in den Bundeshaushalt geflossen seien, habe sich die finanzielle Ausstattung der Kunst-Unis im Jahr vor der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung verschlechtert. Sie seien damit die einzigen Kulturinstitutionen, bei denen die Bundeszuwendungen im Jahr vor der Ausgliederung rückläufig gewesen waren.

Laut IKM ist dieser Rückgang keine Ausnahme bei den Bundesausgaben für Aus- und Weiterbildung im Kulturbereich. So habe das Österreichische Kulturservice (ÖKS) zwischen 2002 und 2003 Einbußen in der Höhe von 13,5 Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt sind nach Angaben des IKM die Bundesausgaben für Kulturaus- und -weiterbildung sowie für Kulturforschung in diesem Zeitraum um 8,5 Mio. Euro bzw. 5,1 Prozent gesunken. (APA)