Berlin - Der Regisseur und Dramatiker Armin Petras wird ab der Saison 2006/2007 für vorerst fünf Jahre Intendant des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin und damit Nachfolger von Volker Hesse, teilte Kultursenator Thomas Flierl (PDS) am Donnerstag nach Abschluss der Vertragsverhandlungen mit.

Petras studierte von 1985 bis 1987 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Ost-Berlin, siedelte ein Jahr später nach West-Berlin um und arbeitete danach als Regieassistent am Frankfurter TAT und an den Münchner Kammerspielen. Nach Engagements in Frankfurt/Oder, Chemnitz, Leipzig und Nordhausen war der heute 40-Jährige von 1999 bis 2002 Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel.

Ausgezeichneter Kater

Petras, der unter dem Pseudonym Fritz Kater als Dramatiker bekannt ist, wurde 2003 mit dem Mühlheimer Dramatiker-Preis ausgezeichnet, von der Fachzeitschrift "Theater heute" 2003 und 2004 zum Autor des Jahres gekürt und mit zwei Produktionen zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Das Maxim-Gorki-Theater wurde 1952 in Ost-Berlin gegründet. Ziel des Regimes um SED-Parteichef Walter Ulbricht war es, Einfluss auf das Theaterleben zu bekommen. Später änderte sich dies: In den 70er und 80er Jahren wurden auch kritische deutsche Autoren wie Peter Hacks, Ulrich Plenzdorf, Franz Xaver Kroetz oder Volker Braun auf die Bühne gebracht. (APA/AP)