Wien - Die in Konkurs befindliche südburgenländische Mineralwasserfirma Güssinger wurde heute im Rahmen einer Versteigerung an die saudiarabische Gruppe Abdul Qahtani & Sons verkauft. Die Gruppe, die in Österreich unter anderem mit der Firma Oxy Beverages HandelsgesmbH mit Sitz in Innsbruck (Tirol) vertreten ist, erhielt den Zuschlag zum Preis von 2,3 Millionen Euro. Der Käufer hat eine Bankgarantie über die Kaufsumme mitgebracht.

Die Übergabe an die neuen Eigentümer soll am Mittwoch erfolgen, wurde der APA vom Kreditschutzverband (KSV) mitgeteilt.

Der KSV sieht die Mineralwasserfirma Güssinger damit als gerettet an, die 22 Arbeitsplätze am Abfüllstandort als gesichert. Der neue Eigentümer werde das Unternehmen fortführen und sicher in den Standort im Burgenland investieren, heißt es, allerdings sei das Unternehmen zur Zeit ganz gut in Schuss. In der heutigen Versteigerung hatten nur zwei Interessenten mitgeboten. Der Rufpreis für das Güssinger-Vermögen lag bei 1,8 Mio. Euro.

Konkurs im Februar

Das lange Jahre defizitäre südburgenländische Unternehmen wurde im Jänner 2002 von der damaligen BBAG an ein deutsch-italienisches Mineralwasservertriebsunternehmen Aqua Montana verkauft. Die neuen Eigentümer kündigten Investitionen an und führten sie zum Teil auch durch. 2003 kam es offenbar zu einem Streit zwischen den Gesellschaftern - dann gab es erste Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten. Am 19. Februar 2004 wurde Konkurs eröffnet.

Ein versuchter Zwangsausgleich scheiterte im Juli ebenso wie ein geplanter Verkauf. Grund laut Konkursakt: Nichterlag des notwendigen Vadiums auf das Massekonto. Die Zahl der Kaufinteressenten schrumpfte mit den Monaten. Statt eines Unternehmensverkaufs ging es nunmehr um einen Verkauf der Vermögenswerte über eine Auktion. (APA)