Die "Financial Times Deutschland" (FTD) hat Berichte über eine angebliche Auflagenschwäche zurückgewiesen. Die verkaufte Auflage sei auf gleich bleibend hohem Niveau wie in den ersten Wochen und liege "deutlich über 50.000 Exemplare täglich", erklärt FTD-Sprecherin Julia Jäkel am Sonntag. Das Interesse der Leser an der neuen Wirtschaftstageszeitung hatte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" schon kurz nach dem Start am 21. Februar erheblich nachgelassen. Nach einer Befragung bei Grossisten habe die FTD in der ersten Woche im Einzelverkauf im Schnitt 31.300 Stück abgesetzt, in der zweiten Woche dagegen nur 22.700 (minus 27,5 Prozent). Bei dieser Statistik fehle freilich der Bahnhofsbuchhandel, hieß es. Weil dieser Zweig unberückrücksichtig blieb, seien die vom "Spiegel" genannten Zahlen "irreführend", betonte Jäkel. Natürlich sei die Einzelverkaufs-Auflage in der zweiten Woche gegenüber der ersten minimal gesunken, denn am Anfang habe es viele "Neugierkäufe" gegeben, sagte FTD-Chefredakteur Andrew Gowers. Er sei überrascht, auf welchem hohem Niveau sich der Verkauf nach der ersten Woche konsolidiert habe. Die Auflage im Bahnhofsbuchhandel und an den Flughäfen sei sogar gleich bleibend stark. Zudem nehme der Abonnementen-Stamm des Blattes rapide zu. "Wir bekommen täglich mehrere hundert Bestellungen für Abonnements. Deswegen bin ich derzeit blendend gelaunt", betonte Gowers. (APA)