Kabul - Kämpfer der radikal-islamistischen Taliban haben am Mittwoch in Afghanistan nach Regierungsangaben sechs Polizisten getötet. Die Taliban hätten einen Polizeiposten nahe dem Kajaki-Staudamm im Süden des Landes angegriffen, der die Stadt Kandahar mit Strom versorgt, sagte ein Regierungssprecher der Provinz Helmand.

Bei dem anschließenden Schusswechsel seien auch ein Taliban-Kämpfer getötet und zwei weitere Angreifer verletzt worden. Der Staudamm und das Kraftwerk seien nicht beschädigt worden.

Dienstag

Bei der Explosion eines Fahrzeugs in der afghanischen Provinz Urusgan sind am Dienstag nach offiziellen Angaben vier afghanische Polizisten getötet und weitere fünf verletzt worden. Kämpfer der radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Unter den Verletzten habe sich auch der Sicherheitschef des Distrikts Chora befunden, hieß es. Offen war zunächst, ob die Explosion nahe der Stadt De Rauud durch eine am Straßenrand platzierte Bombe oder durch eine Landmine verursacht wurde. Wie ein Taliban-Sprecher sagte, kamen bei einem weiteren Anschlag im Distrikt Chora am Dienstagnachmittag zwei afghanische Beamte ums Leben. Diese Angaben wurden offiziell zunächst nicht bestätigt.

Im vergangenen Jahr sind bei Anschlägen und Gewalttaten mehr als eintausend Menschen ums Leben gekommen. Die Taliban wurden Ende 2001 von einer US-geführten Interventionstruppe gestürzt und führen seitdem einen Untergrundkampf in Afghanistan. (APA/Reuters)