Wien - Von Null bis Zwölf reicht die nach dem britischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1857) benannte Skala der Windgeschwindigkeiten aus dem Jahr 1806. Sie beginnt bei "Windstille" - erkennbar etwa an senkrecht aufsteigendem Rauch - und reicht bis zum Orkan. Meteorologen sprechen ab Stärke 8 von "stürmischem Wind", das entspricht 62 bis 74 km/h und kann Autos ins Schleudern bringen. Der "echte" Sturm beginnt nach Beaufort ab Stärke 9 bei 75 km/h.

Schwerer Sturm um die 100 km/h

Windstärken von 89 bis 102 km/h heißen "schwerer Sturm". Die Windspitzen können da leicht schon um die 100 km/h liegen. Ab 103 Stundenkilometern wächst sich das "Wetter in Bewegung", so die Definition der Meteorologen für Wind, zu einem orkanartigen Sturm aus, der schon schwere Zerstörungen anrichten kann.

Alles über 118 km/h gilt als Orkan

Alles über 118 km/h - wie in der Nacht auf Donnerstag auch über Wien registriert - gilt als Orkan und kann Verwüstungen nach sich ziehen.

Orkane entstehen vor allem im Herbst und Winter wegen der extremen Temperaturgegensätze zwischen Norden und Süden: Über dem Polargebiet herrschen Minusgrade, aus dem Süden zieht warme Luft heran. Kalte und warme Luftmassen prallen meist über dem Atlantik aufeinander. Dabei wird viel Energie freigesetzt, die dann als Orkan über See und Land wirbelt.(APA)