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Die großen Hollywood-Studios haben wie berichtet ihre erste Klagewelle gegen Internet-Nutzer gestartet, die illegal Filme tauschen und herunterladen.Für jeden über das Internet getauschten Film drohen den Beschuldigten Strafen von bis zu 30.000 Dollar (rund 23.000 Euro).

Die Lobbyorganisation Motion Picture Association of America (MPAA), die die Klagen betreibt, setzt aber nicht ausschließlich auf den Gang vor Gericht.

Software

In einer Pressemitteilung kündigt die MPAA eine neue Software an, mit der Filme und auch Musik, die urheberrechtlich geschützt sind, auf den eigenen PC gefunden werden können. Zusätzlich findet das Programm auch alle installierten P2P Dienste. Die Software löscht bei Bedarf die gefundenen Daten.

Die Daten stehen aber ausschließlich den Nutzern des Programms zur Verfügung, sie werden nicht an die MPAA oder an andere Organisationen weitergeleitet.

Unklar bleibt aber, wie das Programm "illegale" von "legalen" Files unterscheidet. Zudem wird in der Pressemitteilung nicht darauf hingewiesen, das P2P-Dienste nicht per se gegen Gesetze verstoßen, da ja auch legale und nicht urheberrechtlich geschützte Daten heruntergeladen werden können.

Hilfe für Eltern

Mit der Software, die unter Windows laufen wird und in naher Zukunft erscheinen soll, zielt man vor allem auf Eltern ab, die herausfinden wollen, was ihre Kinder heruntergeladen haben, betont Dan Glickman, Präsident der MPAA.

Das Programm wird, sobald es erhältlich ist, auf der neu gestarteten Seite respectcopyrights.org erhältlich sein.(red)