Eisenstadt - Die Liste der von der Schließung bedrohten burgenländischen Postämter wird von Tag zu Tag länger. SPÖ-Klubobmann Christian Illedits befürchtet nach Rücksprache mit Betroffenen, dass im Burgenland ingesamt 20 Postämter geschlossen werden könnten. Zu den bereits am Donnerstag bekannten Gemeinden (Mariasdorf, Oberschützen, Olbendorf, Marz, Schattendorf, Wiesen, St. Margarethen, Klingenbach, Trausdorf, Schützen, Müllendorf und Hornstein) kamen am Freitag acht weitere Kommunen dazu: Deutsch Kaltenbrunn, Kukmirn, Stoob, Lutzmannsburg, Donnerskirchen, Jois, Tadten und Weiden am See.

"Das kommt einem Kahlschlag gleich, dem die SPÖ im Interesse der Gemeinden und des ländlichen Raumes eine strikte Absage erteilt", so Illedits. Seiner Meinung nach liegt die politische Verantwortung ausschließlich bei der Bundesregierung, die als Post-Eigentümer eine weitere Schließungswelle verhindern könne, doch "diese Chance wurde erst vor zwei Tagen durch die Ablehnung eines Antrags auf Änderung der Universaldienstverordnung durch ÖVP und FPÖ im Nationalrat vertan. Offenbar seien der Bundesregierung die jährliche Sonderdividende für den Finanzminister und mögliche Privatisierungspläne wichtiger als eine optimale Versorgung in den Gemeinden.

Im Burgenland wird es auf Initiative des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes am Freitag, den 26. November in den betroffenen Gemeinden einen Aktionstag geben. Außerdem wurden bereits Protestresolutionen und Unterschriftenlisten vorbereitet. (APA)