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Bangkok - Rund um den Globus sind fast 60 Prozent der Korallenriffe von Zerstörung bedroht. Besonders stark hätten den empfindlichen Ökosystemen 1998 die Folgen des Wetterphänomens El Nino zugesetzt, heißt es im "Bericht zum Zustand der Korallenriffe der Erde 2004", der am Freitag auf dem 3. Weltnaturschutzkongress in Bangkok in Teilen vorgestellt wurde. Weltweit seien 16 Prozent der Riffe zerstört worden, weil durch das Klimaphänomen die Meerestemperatur angestiegen sei und zu der berüchtigten Korallenbleiche geführt habe.

Inzwischen habe sich der Zustand von nur acht Prozent der betroffenen Riffe deutlich verbessert, heißt es in dem von 240 Experten aus 96 Ländern zusammengestellten Bericht. "Dennoch verläuft die Erholung nicht gleichförmig. Viele Riffe, die 1998 zerstört wurden, zeigen nur minimale Zeichen von Erholung", sagte Gustaf Lundin, Chef des Meeresprogrammes der Weltnaturschutzunion (IUNC), der Veranstalterin des Weltnaturschutzkongresses.

Karibik-Riffe besonders gefährdet

Als besonders gefährdet gelten die Riffe der Karibik. Fast zwei Drittel der Korallen dort seien entweder verhältnismäßig stark oder sogar sehr stark bedroht. "Mir bereitet vor allem die Karibik Sorge", sagte Klive Wilkenson, Herausgeber des Berichts.

Der vollständige "Bericht zum Zustand der Korallenriffe der Erde" soll am 6. Dezember veröffentlich werden. (APA)