Frankfurt/Main/Warschau/Moskau - In mehreren europäischen Ländern hat der Winter in den vergangenen Tagen nicht nur mit den ersten Schneefällen, sondern mit schweren Unwettern und starken Stürmen Einzug gehalten.

Sieben Tote in Polen

In Polen sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein sechs Monate altes Baby. Das Kleinkind wurde am Donnerstag in einem Warschauer Park getötet, als ein von den orkanartigen Böen abgerissener Ast auf den Kinderwagen fiel.

Verkehrschaos in Deutschland

Mit Orkanböen und teils heftigen Schneefällen ist das Sturmtief "Quimburga" in der Nacht auf Freitag über Deutschland gefegt. In Teilen Niedersachsens und Sachsen-Anhalts verursachten schneebedeckte Straßen und umgestürzte Bäume ein Verkehrschaos. In Brandenburg kam es zu Stromausfällen, weil Bäume auf Stromleitungen fielen. Trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde blieben jedoch größere Schäden aus. Im sauerländischen Brilon wurde ein 43-Jähriger erfroren aufgefunden. Sturmgefahr droht auch weiterhin in den Alpen und an der Küste.

Sturmwinde in der Schweiz

In der Schweiz registrierten Meteorologen Sturmwinde mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde im Flachland. Auf den Bergen wurden noch höhere Windgeschwindigkeiten gemessen, die höchste auf dem 2.502 Meter hohen Säntis mit 181 Kilometern pro Stunde. In zahlreichen Regionen stürzten Bäume auf Straßen.

Moskau - Heftige Schneefälle

In Moskau hat der erste heftige Schneefall des Winters für Probleme auf den Flugplätzen und Chaos auf den Straßen gesorgt. Ein Passagierflugzeug Tupolew-134 kam am Freitag bei der Landung auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo von der nassen Landebahn ab. Weder die 40 Passagiere noch die Besatzung seien verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Im Berufsverkehr der russischen Hauptstadt kam es nach Polizeiangaben zu 300 Unfällen und zahlreichen Staus.(APA)