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Die "Southpark"-Generation unterscheidet sich in den Lebenszielen deutlich von der "Peanuts"-Generation

Montage/Fotos: Archiv
Wien - Früher, da war alles ein bisschen anders, da war die Jugend scheint's dynamischer. Diesen Schluss legt eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Imas nahe. 1996 erklärten noch 61 Prozent der Befragten ab sechzehn, dass man viel vorhabe und Lebensziele verwirklichen möchte. Ein paar Jahre später, 2004, wollen nur noch 49 Prozent hoch hinaus.

"Keine besonderen Pläne"

"Keine besonderen Pläne" zu haben, das geben 32 Prozent von 1000 Befragten an. Ein knappes Fünftel machte zu den Zukunftsplänen keine konkrete Aussage.

Die Imas-Experten legen diesen Ergebnissen zwei Erklärungen zugrunde. Zum einen könnte es sein, dass die anhaltend prekäre Wirtschaftslage die Österreicherinnen und Österreicher genügsamer macht. Zum anderen könnte sich die zunehmende Überalterung in der Bevölkerung bemerkbar machen. Aber, so Imas: "Gegen die These einer bereits spürbaren Folge des demografischen Wandels spricht die Tatsache, dass die Zahl der Planenden nicht nur in höheren Altersgruppen, sondern auch bei den unter 30-Jährigen stark gesunken ist."

Reisen ist weiter in

Bei dem, was die Jüngeren (unter 30) verwirklichen wollen, rangiert "Reisen unternehmen, die Welt kennen lernen" oben auf der Prioritätenliste. 61 Prozent wollen dies tun. 1996 hatten noch mehr als zwei Drittel der Befragten Lust, um die Welt zu gondeln. Noch wichtiger scheint "Wissen, weiterbilden" mit 66 Prozent - was die Menschen vor acht Jahren ebenfalls für wichtig hielten (58 Prozent).

Familie und das Leben genießen

Sich beruflich verwirklichen und "das Leben in vollen Zügen genießen" wollen mehr als die Hälfte der Österreicher. Eine Familie zu gründen können sich die Jüngeren mit 62 Prozent als Lebensziel gut vorstellen (1996: 55 Prozent).

Kein Interesse an Politik

Fast gar nicht erstrebenswert ist es für die Österreicherinnen und Österreicher, am politischen Meinungsbildungsprozess teilzunehmen. Nur acht Prozent der Befragten, und auch 1996 waren es nur neun Prozent, wollen politisch partizipieren.

Sorge um Kinder

Sorge um die Kinder macht sich bemerkbar: Der Wunsch, eine Erbschaft für die Kinder zu schaffen, kletterte um zwölf Prozentpunkte (von 15 auf 27 Prozent in der Gruppe "16 Jahre und älter"). (aw)