Wien - Noch keinen konkreten Kommentar abgeben konnte am Samstag Justizministerin Karin Miklautsch (F) zu den Vorstellungen von Innenminister Ernst Strasser (V) für Neuerungen beim Asylrecht. Sie kenne die Pläne noch nicht, so Miklautsch im Ö1-"Mittagsjournal". Klar ist für sie aber, dass die Gefängnisse aus jetziger Sicht zusätzliche Häftlinge etwa in Form einer Sicherungshaft nicht verkraften könnten: "Das wäre dann ein Bereich, den der Innenminister abzudecken hätte." Zur Forderung Strassers nach Streichung der dritten Instanz im Asylverfahren und damit den Gang zum Verwaltungsgerichtshof zu versperren, sagte die Ministerin, das "wäre zu überlegen". Sie kenne aber den Vorschlag und die Hintergründe noch nicht. Einer Beschleunigung der Asylverfahren stehe sie positiv gegenüber, wenn dies im Einklang mit der Genfer Flüchtlingskonvention und den Grundsätzen der Verfassung stehe. (APA)