Österreichs Skifahrer haben es gut. Sie werden nicht mit Pferden verglichen, wie es Austrias Betriebsführer Frank Stronach nach dem 0:0 gegen den GAK für seine Kicker tat. Das mag ein bisserl unfair ausschauen, aber Stronach zahlt und kann anschaffen. Das war immer so und ist jetzt besonders so.

Die Skifahrer sind gut dran, sie haben einen Präsidenten, der sich dauernd um sie kümmert und nicht wie Stronach die Bundesliga so nebenbei führt, wenn überhaupt. Die Austria hat auch seit Samstag wieder eine Personaldiskussion, denn Stronach forderte jeden auf zu gehen, der gehen wolle. Nur, Austria-Sportmanager Günter Kronsteiner versicherte, nicht amtsmüde zu sein.

Diese Herablassung kennen die Skifahrer nicht, vielleicht sind ihre Chefs zu nahe und brauchen solche Machtspielchen nicht. Der Fluch der Ruhe, Vernunft und Kontinuität verfolgt das ÖSV-Skiteam seit rund zehn Jahren: Es ist das beste der Welt.

Natürlich ist es im Skisport viel leichter als im Fußball, der Weltbeste zu sein, denn ungleich weniger Nationen nehmen am Weltcup teil als am Kicker-Europacup, geschweige denn an der Weltmeisterschaft. Doch die Methoden des Managements und des Trainings sind von der Konkurrenz unabhängig. Sie sind auf der Höhe der Zeit oder nicht.

Das Management der heimischen Bundesliga ist von der Vernunft so weit entfernt wie Unterwasserfotografie von der Kunst. Aber einschlägige Ausstellungen liegen im Ermessen der subventionierten Museumsmacker, während die Fußballklubs sich dem Wettbewerb stellen müssen. Sie brauchen Hilfe, nur für die Skifahrer ist der Winter nämlich zu schade. Und die Pferde werden sowieso nicht gefragt.