Beide gegen Brust und Bauch geführten Stiche waren tödlich. Das ergab die Obduktion der Montag früh verstorbenen 32-jährigen Steirerin, die von ihrem Ex-Lebensgefährten im Zuge eines Streits verletzt und von diesem sterbend nach Graz zur Polizei gebracht worden war. Die dreifache Mutter war innerlich verblutet. Nach Abschluss der Erhebungen war seitens der Polizei für Dienstag die Einlieferung des Täters in die Justizanstalt Graz-Jakomini geplant.

Vordergründiges Motiv der Bluttat war ein Streit im Auto gewesen: Der arbeitslose Koch hatte der in Lieboch wohnhaften Frau, mit der er zwei Kinder hat, vorgeworfen, sich zu wenig um den Nachwuchs zu kümmern. Wie sich herausstellte, hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Auseinandersetzungen zwischen den beiden gegeben. Auch Trennungsängste und Eifersucht dürften ein Rolle gespielt haben.

Wegweisung

Im September erfolgte eine Wegweisung durch die Gendarmerie wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung und der Körperverletzung. Dieser Vorfall war auch gerichtsanhängig. Rupert G. zog daraufhin nach Graz, hatte sich aber weiter mit seiner Ex-Freundin getroffen und um die Kinder bemüht.

Bei den Einvernahmen und einer Tatrekonstruktion am Montagnachmittag hatte G. seine Version des Tathergangs dargelegt: Es sei über das Verhalten seiner ehemaligen Freundin so in Wut geraten, dass er das zufällig im Auto liegende Küchenmesser ergriffen und zugestochen habe. Das Messer habe er aus beruflichen Gründen schon länger in seinem Auto liegen gehabt.

Die drei Kinder von Isabella J. im Alter von zwei, drei und zehn Jahren werden zur Zeit von der Großmutter betreut. Ob sie die Erziehung übernehmen wird oder die Kleinen zu einer Pflegefamilie kommen, entscheidet die Fürsorge. (APA)