Rom - Monate nach einer schweren Herzattacke hat der Chef von Italiens rechtspopulistischer Lega Nord, Umberto Bossi, die Tessiner Klinik in Brissago verlassen, in der er sich seit Juni befindet, und ist in seine Wohnung im lombardischen Gemonio zurückgekehrt. "Ich bin der Alte, man ändert sich nicht", betonte Bossi im Interview mit dem Tessiner Magazin "Il Caffe".

Am Wochenende traf der 62-jährige Bossi mit den Ministern seiner Partei, Arbeitsminister Roberto Maroni, Reformenminister Roberto Calderoli und dem Ex-Wirtschaftsminister Giulio Tremonti in seiner Wohnung zusammen. Diskutiert wurden unter anderem über die Steuerreformpläne des Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

"Bossi wird bald wieder zur aktiven Politik zurückkehren. Er hat jetzt schon die Führung der Partei wieder aufgenommen", berichtete Calderoli. Nach der schweren Herzattacke war Bossi einen Monat lang im Krankenhaus seiner Heimatstadt Varese behandelt worden. Tagelang war er sogar im Koma bzw. im künstlichen Tiefschlaf gelegen.

Laut Fabio Mario Conti, Neurologe der Tessiner Hildebrand-Klinik, in der Bossi behandelt wurde, müsse sich Bossi weiterhin Rehabilitations-Therapien unterziehen. "Er wird zur Politik zurückkehren, doch mit Einschränkungen, er wird sich schonen müssen", meinte Conti. (APA)