Balzers - In der Liechtensteiner Gemeinde Balzers haben Archäologen zum ersten Mal frührömische Brandgräber aus dem ersten und zweiten Jahrhundert mit Überresten der eingeäscherten Toten und ihrer Beigaben entdeckt. Gefunden wurden insgesamt fünf Gräber.

Die Funde seien für die Geschichte Liechtensteins und das angrenzende Gebiet ebenso wie für die wissenschaftliche Forschung von großer Bedeutung, teilte das Presseamt in Vaduz am Montag mit. Sie wurden im Zusammenhang mit dem Bau von Straßen zur Erschließung eines Neubauquartiers gemacht.

Weitere Grabungen

Das nächste römische Brandgräber-Feld befindet sich laut Mitteilung in Bregenz. Die Ausgrabungen in Balzers werden bis Ende des Jahres fortgeführt. Im Frühjahr sollen weitere Grabungen die ganze Ausdehnung des Gräberareals zeigen. Archäologen erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über römische Brandbestattungen.

Neben Brandgräbern stießen die Archäologen auf Schmuckgegenstände aus Metall und Glas sowie Werkzeuge und Keramiken. Römische Tonscherben wurden bereits mehr als 10.000 Stück freigelegt. Lokalisiert wurde außerdem der Standort eines Scheiterhaufens.(APA/sda)