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Richtige Ski wird Christian Hoffmann bei Schneelage aber schon zur Verfügung haben.

Foto: APA/Furtner
Wien - Auf der dritten Station zum Langlauf-Weltcup haben am Samstag in Kuusamo (FIN) die Skating-Spezialisten ihren ersten großen Auftritt. Christian Hoffmann, zweifacher Sieger der vergangenen Saison, absolviert über 15 km seine Saisonpremiere, seine großen Ziele kommen aber erst später im WM-Winter. "Ich erwarte mir vorerst noch nicht allzu viel, mein erster Höhepunkt ist Ramsau am 18. Dezember", erklärte der zuletzt leicht verkühlte Olympiasieger. Im Heimrennen möchte er seinen Vorjahrserfolg wiederholen.

Hoffmann behält sein Erfolgsrezept bei, nur wenige Rennen zu bestreiten, diese aber mit spezieller Vorbereitung. In Kuusamo will er vor allem Rennkilometer sammeln, auch in der klassischen Technik am Sonntag (15 km). Denn die Fortschritte im klassischen Stil sollen endlich auch zu guten Resultaten im Gundersen-Bewerb (klassisches und Skating-Rennen an einem Tag) führen. Darauf hofft auch Walter Mayer, der Sportliche Leiter für Langlauf und Biathlon.

In der Vorbereitung hat Hoffmann drei Höhentrainingsblöcke absolviert - auch schon im Hinblick auf die Winterspiele 2006 in Turin - und für das kommende Großereignis überlässt der Mühlviertler ebenfalls nichts dem Zufall. "Ich werde einige Tage nach Oberstdorf fahren und auf den WM-Strecken trainieren", sagte Hoffmann, der wegen der Aufnahmen für einen OMV-Werbespot erst am Donnerstag nach Finnland reist.

In puncto Trainingsmethodik sind Österreichs Langläufer auf dem letzten Stand, doch auf dem Materialsektor sind andere davongezogen. Trotz perfekter Zusammenarbeit mit der Skifirma, trotz aller Fortschritte in der so diffizilen Skipräparierung im ÖSV (auf den richtigen Schliff kommt es an) und der Einbindung der Ex-Rennläufer Reinhard Neuner (er ist auch Hoffmanns neuer Servicemann) und Alexander Marent. "Bei uns geschieht viel, aber beim Material sind wir trotzdem hinten nach", sagt Hoffmann. Die Dominanz der Deutschen komme nicht von ungefähr: "Sie haben mehr Budget und mehr Möglichkeiten."

Mayer hat für die erwarteten Kälte-Rennen in Kuusamo neben Hoffmann auch Martin Tauber und Gerhard Urain nominiert. Urain hatte bei den Tests im Sommer die schon beinahe gewohnten Bestwerte, vor dem ersten Rennen war er jedoch verkühlt, über sein Antreten wurde erst kurzfristig entschieden. Michail Botwinow hat bei den Tests im Herbst nicht vollauf überzeugt, er soll aber am 11./12. Dezember im Val di Fiemme dabei sein, wenn der ÖSV erstmals in der WM-Saison ein Staffelrennen beschickt. (APA)