Wien - "Vergewaltigung und Mord sind nur die Spitze des Eisbergs": Unter diesem Motto veranstaltete die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) am 25. November am Ballhausplatz eine Medienaktion anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. AktivistInnen der SJ ließen vor dem Bundeskanzleramt den "Eisberg" patriarchalischer Unterdrückungsmechanismen einstürzen. Die Aktion war auch Auftakt zur neuen frauenpolitischen Kampagne der SJÖ unter dem Motto "Selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht".
Foto: SJÖ
Für Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, gilt es, Gewalt und Unterdrückung von Frauen in allen Lebensbereichen sichtbar zu machen. "Für Frauen existiert kein sicherer Raum, fast kein Platz, an dem sie nicht befürchten müssen, Opfer von Gewalt zu werden. Gerade die Familie, wo immer von Schutz und Geborgenheit die Rede ist, birgt eines der größten Gefahrenpotenziale. In jeder dritten Beziehung gibt es körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt", so Vasold.
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In diesem Zusammenhang erachtet Vasold die Tatsache, dass die schwarz-blaue Bundesregierung die finanziellen Mittel der Telefon-Helplines für Frauen in Not dieses Jahr um elf Prozent gekürzt hat, als eine Provokation: "Statt Taten gegen Gewalt zu setzen, wird damit einer der wichtigsten Institutionen der Geldhahn abgedreht. Frauen, die Opfer von Gewalt werden, brauchen Hilfe, Beratung und Freiräume. Dafür bedarf es ohnehin mehr finanziellen Mittel, als sie zur Zeit zur Verfügung stehen. Diese weiter zu kürzen, ist ein Tritt ins Gesicht aller betroffener Frauen."
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Vasold sieht im 25. November neben dem Internationalen Frauentag einen der wichtigsten Kampftage für Frauenrechte. "Patriachale Herrschaft über Frauen wird mit den unterschiedlichsten Mitteln gesichert. Gewalt ist der unmittelbarste Ausdruck dieser Herrschaftssicherung. Weltweit ist Gewalt die häufigste Todesursache für Frauen zwischen 14 und 55 Jahren. Die Ermordung der drei feministischen Schwestern Mirabal durch den Geheimdienst der Dominikanischen Republik 1960 gab dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen sein Datum. Ihr Schicksal teilen viele Frauen weltweit. Dagegen gilt es zu kämpfen." (red)
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