Wien - Die Parkraumbewirtschaftung in Wien wird ausgeweitet. Ab Herbst nächsten Jahres wird auch die Umgebung der Wiener Stadthalle im 15. Bezirk zur Parkpickerl-Zone, und zwar täglich in der Zeit von 18.00 bis 23.00 Uhr (also auch an Sonn- und Feiertagen), aber beschränkt auf die Veranstaltungszeit von 1. September bis 30. Juni. Für die Anrainer wird das Pickerl für zwei Jahre knapp unter 170 Euro kosten.

Parkgaragen sollen genützt werden

Derzeit finden die Bewohner des Grätzels in Rudolfsheim-Fünfhaus kaum einen Parkplatz, wenn in der Stadthalle ein Konzert oder ein Sportevent stattfindet. Die Parkraumbewirtschaftung soll künftig dafür sorgen, dass die Besucher ihr Auto in einer der Parkgaragen der Umgebung abstellen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Laut Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) ist ein zweijähriger Pilotversuch vorgesehen. Sollte sich das Modell bewähren, ist für ihn die Ausweitung auf die Umgebung von U-Bahn-Stationen vorstellbar.

Wiener Wirtschaftskammer ist vorerst dagegen

Wirtschaftskammer-Präsident Walter Nettig gab sich "sehr verwundert" über die Ankündigung von Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S), definitiv im September kommenden Jahres beginnen zu wollen. Man wisse noch nicht einmal, was die Rechtsbasis für die Firmen-Ausnahmen sein werde. Die Verhandlungen mit der Stadt hätten erst begonnen, und es sei unklar, ob und wann man sich einigen werde. Ohne Ausnahme für alle Betriebsfahrzeuge der 1.100 Unternehmen rund um die Stadthalle will Nettig jedenfalls nicht zustimmen.

Billigeres Parkpickerl

Mit knapp 170 Euro werden die Stadthallen-Anrainer billiger parken können, als die Bewohner der Inneren Stadt bzw. der Innenbezirke. Dort beträgt die Zweijahresgebühr 191,60 bzw. 210,80 Euro, dafür ist das Pickerl das ganze Jahr über und jeweils für den gesamten Bezirk gültig.(APA)