[>] China: Richtlinien für Verschlüsselungstechnik geändert Die Volksrepublik China besteht nicht mehr auf die Registrierung jeder Verschlüsselungstechnik. In einem "Aufklärungsschreiben" an US-Unternehmensverbände teilt die chinesische State Encryption Management Commission (SEMC) mit, dass nur noch "hochentwickelte Verschlüsselungs-Hard- und -Software" angemeldet werden muß. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. China gehe es nur noch um die Technik, deren Kernfunktion die reine Ver- und Entschlüsselung von Daten ist. Offensichtlich will die SEMC also auch weiterhin Kontrolle über Kryptographie-Programme wie zum Beispiel PGP behalten. Das Rundschreiben wurde in der vergangenen Woche von der Organisation veröffentlicht. Demnach brauchen Anwender normale Anwendungs-Hard- und -Software, wie zum Beispiel Mobiltelefone oder Web-Browser, nicht mehr zu registrieren. Ursprünglich sollten alle Unternehmen und privaten Anwender ab 31. Januar dieses Jahres jegliche Verschlüsselungstechnik bei der chinesischen Regierung anmelden. Außerdem sollten sie eine Genehmigung bei der SEMC beantragen, die sie ermächtigt, die registrierte Verschlüsselungstechnik anzuwenden. Durch die Änderung der Richtlinien will China deutlich machen, dass es weder Zugang zu den Quell-Codes für die Verschlüsselungstechnik erlangen noch diesen Dritten zugänglich machen will. Die Richtlinien sollen nach Angaben der Behörde lediglich die elektronische Kommunikation vor Lauschangriffen schützen. (Heise)