Graz - Mit 97,93 Prozent erhielt der steirische SPÖ-Landesvorsitzender Franz Voves am Samstag beim Parteitag eine klare Bestätigung; 2002 war er auf 99,25 Prozent gekommen. Das schlechteste Ergebnis im Präsidium musste der frühere stellvertretende EStAG-Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Hofer als Kassier mit 92,87 Prozent hinnehmen.

SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer bezeichnete in seiner Rede die Landtagswahl 2005 als "wesentlichen Markstein auf dem Weg in Richtung 2006". Es gebe eine Chance, die "Macht-Partei ÖVP" zu überflügeln. "Dieser Sieg wäre die Grundlage dafür, dass Österreich reif ist für den Wechsel", sagte Gusenbauer unter Bezugnahme auf die nächsten Nationalratswahlen.

Der SPÖ-Vorsitzende bekannte sich in seiner Rede zu einer "universellen Gesundheitsversorgung für alle" und kritisierte das österreichische Abschneiden in der PISA-Studie als "Ergebnis der Ära Gehrer". Gusenbauer: "Auf Sonntagsreden folgen Bildungsabbau und der Abbau demokratischer Rechte wie bei der ÖH." Wesentliches Ziel der Sozialdemokratie müsse es ein, dafür zu sorgen, dass das österreichische Bildungssystem wieder zur europäischen Spitze aufschließt: "Wir haben keine Zeit zu verlieren. Jedes Kind, das keine gute Ausbildung bekommt, ist eine verlorene Chance."

In einer Grußadresse ermutigte die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller die steirische Partei unter Franz Voves, die im März Gemeinderatswahlen und im Herbst Landtagswahlen zu schlagen hat. Die Voraussetzung in der Steiermark stünden gut für einen Wechsel an der Spitze: "Das Experiment kann gelingen - die Erneuerung ist zu schaffen." (APA)