Unter dem Motto "Schule muss gänzlich neu gedacht werden" reagierte die steirische Grünen-Chefin Ingrid Lechner-Sonnek am Montag auf die Ergebnisse der PISA-Studie und die aktuelle Debatte. Ihre wichtigsten Forderungen: Die Unterrichtszeiten müssten den Bedürfnissen und Wünschen von Schülern und Eltern gemäß angepasst werden und die Zeit, die Schüler zu Hause verbringen, müsse von Hausaufgaben freigemacht werden. Letzteres würde einem Verbot von Hausaufgaben gleich kommen.

Weitere Punkte des Katalogs der steirischen Grünen: Verbot der parteipolitisch motivierten Postenvergabe, Einführung eines neuen Modells zur Direktorenbestellung, bei der jene Person bevorzugt wird, die objektiv am besten geeignet ist, eine Lehrplanentrümpelung durch Trennung von Grund- und Detailwissen sowie eine verbesserte Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrern, die ihnen anschließend auch noch die Wahl eines anderen Berufes offen lässt.

Der ÖVP wirft Lechner-Sonneck "Doppelbödigkeit" in der Bildungsdebatte vor: Der steirische Landesgeschäftsführer Andreas Schnider spiele den "Progressiven", könne sich aber nicht durchsetzen. Zudem laufe die Debatte zu theoretisch ab und gehe an den Betroffenen vorbei. (apa)