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Die österreichischen Eltern sind überzeugt: Die ausländischen Kinder hinken in der Schule nach. Das ist das am Dienstag vom Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage. Es zeigt auch auf, dass es wenig Integration der Ausländer unter den Schülern gibt.

Die Umfrage bei 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen über 16 Jahre wurde Ende Oktober/Anfang November durchgeführt, also ohne Beeinflussung durch die danach erfolgte Berichterstattung über die Ergebnisse der Pisa-Studie. 39 Prozent der Eltern von Kindern, die ausländische Mitschüler haben, gaben dabei an, sie hätten den Eindruck, die schulischen Leistungen der ausländischen Kinder seien schlechter als jene der inländischen.

34 Prozent gaben die einschränkende Antwort "gleich beziehungsweise kommt darauf an". Zwei Prozent schätzten die schulischen Leistungen der ausländischen Kinder besser als jene der österreichischen ein. Ein Viertel der Befragten hatte dazu keine Meinung.

Zehn Prozent der Eltern berichteten, dass ihr Nachwuchs engeren Kontakt mit den ausländischen Schulkameraden habe. 46 Prozent erklärten jedoch, dass sich die eigenen Kinder eher an die österreichischen Mitschüler halten. 44 Prozent erklärten, dass es keinen Unterschied in der Häufigkeit der Kontakte mit Ausländer- und inländischen Kindern gebe.

Rund jeder fünfte Österreicher gab bei der Umfrage an, dass in seinem Haushalt ein oder mehrere schulpflichtige Kinder leben. Insgesamt drei Viertel dieses Personenkreises berichteten von ausländischen Schulkameraden ihrer Kinder. Davon verwiesen 30 Prozent auf "eher viele" ausländische Mitschüler, 45 Prozent meinten, es gebe "eher wenige Ausländerkinder" in der Klasse.

Lediglich 18 Prozent der Angehörigen berichtete von rein österreichischen Klassengemeinschaften. Die Antworten hängen von der Wohnortgröße ab: In Landgemeinden unter 5.000 Einwohnern verwiesen nur 20 Prozent der Eltern auf viele ausländische Mitschüler ihrer Kinder, in Wien hingegen 52 Prozent. (apa)