Wien - Er sei gerne Familienminister gewesen, bekannte Martin Bartenstein, der neue Minister für Arbeit und Wirtschaft am Dienstag abend vor WirtschaftsjournalistInnen. Aber nur bis zum Volksbegehren, denn das sei kontraproduktiv gewesen. Als Minister für Arbeit und Wirtschaft könne und wolle er mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tun, hier sei noch viel zu tun. "Als Wirtschaftsminister kann ich noch besser als früher Schwerpunkte setzten", verspricht er. Tatsächlich hat der VP-Mann von der Sozialministerin die Zuständigkeit für den gesamten Arbeitsmarkt und das Arbeitsmarktservice (AMS) übernommen. Als einziger Wirtschaftsminister in der EU ist er auch fürs Arbeitsrecht zuständig. Bartenstein kann damit die Ziele der Arbeitmarktpolitik festlegen und auch bei arbeitsmarktbezogenen Frauen- und Wiedereinstiegsprogrammen indirekt ein Wörtchen mitreden. Er ist der eigentliche Ansprechpartner für gefährdete Frauenprojekte, sofern sie vom AMS gesponsert sind. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hapere es noch am meisten, meint der Vater von fünf Kindern. Denn finanziell sei für Familien in Österreich schon viel gemacht worden. Auch die Situation der Kinderbetreuung sei einigermaßen zufriedenstelllend. (lyn)