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Strahlende Zukunftsvisionen

Foto: AP/Kasahara

Buenos Aires - Die USA gehen im Klimaschutz abseits von "Kyoto" ihre eigenen Wege, und einer davon läuft auf der Atomschiene: Bestandteil der bei der UNO-Klimakonferenz in Buenos Aires veröffentlichten "Global Climate Change Policy" ist die Entwicklung neuer - effizienterer und sicherer - Reaktoren der "vierten Generation". Nach Angaben des US-Department of Energy (DOF) sind für diese Forschungen im Budget 2005 mehr als 30 Mio. Dollar (rund 22 Mio. Euro) vorgesehen.

Gemeinsam mit Frankreich, Japan, Korea, Südafrika und Großbritannien arbeite man im Rahmen des "Generation IV International Forums" an einem Programm zur Entwicklung neuer Technologien, die benötigt werden, um Atomreaktoren der Zukunft zu konstruieren und zu bauen. Im Auge haben die Entwickler dabei u.a. Höchst-Temperatur-Reaktoren (VHTR/Very-High-Temperature Reactor) und Gas-gekühlte Atommeiler, ebenso Bleigekühlte Schnelle Brüter und Superkritische Wasser-gekühlte Reaktorsysteme.

Im Moment sind 441 AKW in 31 Staaten im Betrieb. Fast eine Milliarde Menschen wird laut DOF mit Atomstrom versorgt, was bedeute, dass Nuklearenergie 17 Prozent der weltweiten Stromproduktion ausmacht. "Nuklearenergie hat eine exzellente 'Performance'. Sie produziert Elektrizität auf verlässliche, ökologische und kostengünstige Art, ohne schädliche Gase in die Atmosphäre zu emittieren", so das US-Department of Energy. "Sorgen bezüglich Ressourcenverfügbarkeit, Klimawechsel, Luftqualität und Versorgungssicherheit legen nahe, dass Nuklearenergie auch in der Zukunft eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung spielen wird." (APA)