Nadschaf – Nach dem verheerenden Autobombenanschlag in Najaf haben die Behörden nach eigenen Angaben 50 Verdächtige festgenommen. Die Zahl der Opfer des Angriffs in der Nähe des Imam-Ali-Schreins stieg bis Montag auf 54. In Krankenhäusern wurden noch 142 Verletzte behandelt, wie Sprecher mitteilten. Gouverneur Adnan al Surufi erklärte das Zentrum der schiitischen Stadt zur autofreien Zone, um weitere Autobombenanschläge zu verhindern.

Neben Najaf war am Sonntag auch Kerbala Ziel eines Autobombenanschlags, bei dem 13 Menschen getötet und 33 verletzt wurden. In Kerbala befindet sich ein weiteres schiitisches Heiligtum, das Grab des Imams Hussein. Die beiden innerhalb einer Stunde verübten Anschläge wurden nach Vermutung der Behörden von sunnitischen Extremisten verübt, die die Wahl am 30. Jänner verhindern wollen.

Großayatollah Hakim: Täter wollten Aufruhr anstiften und Land destabilisieren

Nach zwei schweren Bombenanschlägen in den heiligen Städten Najaf und Kerbala haben die Schiiten am Montag um die Toten getrauert. Großayatollah Mohammed Said al-Hakim forderte die Behörden auf, "alles zu tun, um die Urheber" der Anschläge vom Sonntag zu finden. Die Täter hätten das Ziel, "Aufruhr anzustiften und das Land zu destabilisieren." Hakim ist einer von vier Mitgliedern der Marjaiya, der höchsten religiösen Instanz der irakischen Schiiten. (APA/AP)