Wien/Innsbruck - Eine Möglichkeit, immunologisch bessere Impfstoffe gegen Krebs zu entwickeln und wichtige Erkenntnisse über die Entstehung von chronisch entzündlichen Hauterkrankungen: Dies sind die beiden Projekte, für die vor kurzem der Unilever-Dermatologie-Preis des Jahres 2004 vergeben wurde. Ausgezeichnet wurden eine Innsbrucker Wissenschafterin und ein Forscher von Universitäts-Hautklinik in Wien am AKH.

Dr. Gudrun Ratzinger von der Universitäts-Hautklinik in Innsbruck hat in mehreren Untersuchungen zeigen können, dass mit Tumor-Zell-Bestandteilen beladene Langerhans-Zellen - also Zellen, welche dem Immunsystem fremde Antigene für die Auslösung einer Abwehrreaktion präsentieren - eine besonders starke Immunantwort auslösen. Das könnte für die Entwicklung von neuen Tumorvakzinen wichtig werden.

Der zweite Preisträger ist Dr. Rainer Kunstfeld von der dermatologischen Universitätsklinik in Wien. Er hat über die Züchtung von transgenen Mäusen bewiesen, dass ein bestimmtes Protein, der Vascular Endothelial Growth Factor-A (VEGF-A) eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Psoriasis (Schuppenflechte) spielen dürfte. Hemmt man die Funktion dieses Blutgefäß- bzw. Lymphgefäß-Wachstumsfaktors, lässt sich auch die entzündlichen Prozesse blockieren. (APA)