Washington - Keine Angst vor Silikon-Brustimplantaten: Zwar wird über mögliche Nebenwirkungen seit 1992 diskutiert, es gibt aber in allen wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema keinen Hinweis auf einer bewiesenes erhöhtes Risiko für Bindegewebe-Erkrankungen auf Grund solcher Implantate. Zu diesem Schluss kommt Dr. Esther C. Jankowsky, Epidemiologin der Universität des US-Bundesstaates North Carolina, in der neuesten Ausgabe des New England Journal of Medicine (16. März). Die Expertin führte eine so genannte Meta-Analyse durch, bei der die Ergebnisse von 20 wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema noch einmal zusammengefasst und ausgewertet wurden. Dabei wurde insbesondere auf Hinweise bezüglich eines erhöhten Risikos auf Autoimmunerkrankungen etc. geachtet. Die Wissenschafterin: "Es gab keine Hinweise, dass Implantate mit einer signifikanten Erhöhung des Risikos von Bindegewebserkrankungen verbunden sind." Weder bei den Daten über Fälle von Gelenksrheuma infolge einer Immunreaktion auf das Silikon-Implantat, Lupus erythematosis (Autoimmun-Erkrankung) oder anderen Leiden sei ein Anstieg der Fälle bei Frauen bemerkt worden, die solche Implantate erhalten hatten. Die Konsequenz: Auch die Vermeidung der Verwendung von Silikon-Brustimplantaten würde die Zahl dieser Erkrankungen nicht reduzieren. (APA)