Am 1. Januar 2000 war es das erste Mal so weit: Das Vienna Art Orchestra spielte in den Wiener Sophiensälen ein komplettes Konzert - bestehend aus einer Musik, die einst Johann Strauß geschrieben hat. Es war jenes Programm, das die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert vermittelt hatten. "Die Wiener Philharmoniker waren so hilfsbereit, uns ihr bestgehütetes Geheimnis, nämlich das Programm, bereits im Sommer zukommen zu lassen", erzählt Bandleader Matthias Rüegg, der sich also an die Arbeit machte und das nette, teils tanzbare Material in jazzige Form brachte.Die Sache gefiel also, und so blieb man dabei auch in den nächsten Jahren, und so wird man auch heuer hören können, wie der Wiener Walzertakt des 19. Jahrhunderts zum Swingen gebracht werden kann. Kein leichtes Unterfangen. Aber Rüegg ist überzeugt, dass das Orchester "vor allem wegen seiner ,wienerischen' Teilnehmer geradezu prädestiniert ist", diese Aufgabe zu bewältigen. (tos/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. 12. 2004)