Klagenfurt - Die Ärztekammer Kärnten will die Schließung des Operationstraktes im Klagenfurter Sanatorium Maria Hilf nicht widerspruchslos hinnehmen. "Das hat negative Auswirkungen auf die gesamte Kärntner Gesundheitsversorgung", betonte Präsident Othmar Haas am Mittwoch. So müssten Patienten auf Operationen länger warten, 2500 Operationen könne man nicht ohne ernste Konsequenten ersatzlos streichen.

Haas: "Wenn in Maria Hilf nicht mehr operiert wird, werden Sonderklassepatienten in das LKH Klagenfurt verwiesen. Dort aber kann man die OP-Kapazitäten nicht erhöhen, so dass die Wartezeiten für alle steigen werden."

Der Präsident von Maria Hilf befürchtet, dass das Sanatorium mit 31. Dezember 2006 gänzlich geschlossen werde. Den am Sanatorium beteiligten Versicherungen Uniqa, Merkur und Wiener Städtische warf er vor, ihre Machtstellung auszunützen und nur auf Gewinnoptierung aus zu sein.

Der Sprecher der Belegärzte, Unfallchirurg Albin Obiltschnig, verwies darauf, dass ein Ausweichen bei Operationen in die Sanatorien in Villach und Althofen mit rechtlichen Problemen verbunden sei. "Außerdem gehen unsere Ressourcen verloren. Ohne Operationen kann ich die Ordination nicht mehr aufrechterhalten." (APA)