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Laila Freivalds machte sich am Mittwoch persönlcih ein Bild von der Lage in Phuket

Foto: AP/Plunkett
Stockholm - Nach der Flutkatastrophe in Südostasien wächst die Kritik an der schwedischen Regierung. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge fordern mehr als drei Viertel aller Schweden den Rücktritt von Außenministerin Laila Freivalds, die nicht schnell genug auf das Unglück reagierte. 76 Prozent der Befragten sprachen sich der Zeitung "Expressen" zufolge dafür aus, dass die Ministerin ihr Amt abgibt.

Medienberichten zufolge ging Freivalds am Sonntag, nachdem sie über die Katastrophe informiert worden war, ins Theater und kümmerte sich erst am Montagmorgen um die Folgen der Flut. Am Freitag räumte Freivalds ein, dass ihr Ministerium nicht schnell genug reagiert habe. Wenn ihre Behörde das Ausmaß bereits am Sonntag richtig eingeschätzt hätte, wäre die Hilfe einen Tag früher angelaufen, sagte Freivalds dem schwedischen Fernsehen.

Nach Angaben der Regierung wurden bis Freitag 59 getötete Schweden identifiziert, 3559 weitere werden noch vermisst. Zum Zeitpunkt des Unglücks machten bis zu 30.000 Schweden Urlaub in der Region. (APA)