Rom - Der angeschlagene Fiat-Konzern will bei seiner Sanierung auch durch Immobilien-Geschäfte Bargeld in die Kassen bringen. So werde das Unternehmen den Großteil seiner Anteile am berühmten Ausstellungsgebäude Palazzo Grassi an die Stadt Venedig verkaufen. Durch das Geschäft, das am 25. Januar eingeleitet werden soll, nehme Fiat 15 Mio. Euro ein, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Freitag. Fiat hatte den historischen Palazzo am Canal Grande vor 18 Jahren erworben.

Im Laufe der Jahre besuchten mehr als sieben Mio. Kunstfreunde die insgesamt 26 im Palazzo Grassi organisierten Ausstellungen. Sie galten alljährlich als Großevent in der italienischen Kunstszene.

Zudem will die Gruppe zwei weitere Immobilien in Turin und Arese von der Gesellschaft Aedes zurückkaufen. Hintergrund: Fiat hatte die Gebäude im Jahr 2000 für 140 Mio. Euro verkauft, jedoch hat Aedes mittlerweile gegenüber Fiat einen Schuldenberg in Höhe von 135,5 Mio. Euro angehäuft. Das Unternehmen will der Gesellschaft nun die restlichen 4,5 Mio. Euro zurückzahlen und die Immobilien anschließend zum heutigen Marktpreis erneut veräußern. (APA/dpa)