Teheran - Die Präsidentwahl im Iran ist auf den 17. Juni verschoben worden. Das berichtete die studentische Nachrichtenagentur ISNA am Samstag. Ursprünglich war die Abstimmung für Mitte Mai geplant. Der von konservativen Klerikern dominierten Wächterrat hatte sich dagegen für den späteren Termin eingesetzt. Die Unstimmigkeiten mit dem Innenministerium seien jedoch nun beigelegt, sagte ein Sprecher des Rates der Agentur.

Der seit 1997 amtierende, reformorientierte Präsident Mohammed Khatami darf gemäß der Verfassung nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten. Als mögliche Kandidaten gelten der frühere Präsident und gemäßigt konservative Politiker Ali Akbar Hashemi-Rafsandjani sowie der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in Atomfragen, Hassan Rowhani.

Als Bewerber aus dem Reformlager wird der frühere Erziehungsminister Mostafa Moein genannt, der 2003 nach der gewaltsamen Unterdrückung von Studentenprotesten zurückgetreten war. Aus dem konservativen Lager wollen der frühere Außenminister Ali- Akbar Velayati, der ehemalige Präsident des Staatsfernsehens Ali Larijani und der frühere Revolutionsgardenchef Mohsen Rezaei ins Rennen gehen. (APA/dpa)