Seoul - Der Vorstand der regierenden südkoreanischen Partei Uri hat am Montag geschlossen seinen Rücktritt erklärt. Mit dem Schritt reagierten die Vorstandsmitglieder, darunter der Parteivorsitzende Lee Bu Young, auf das Scheitern eines Reformpakets im Parlament. Unter anderem wollte die Partei noch vor Jahresende 2004 das Jahrzehnte alte, umstrittene anti-kommunistische Sicherheitsgesetz abschaffen. Das Zentralkomitee will in dieser Woche über eine Übergangsführung bis zum landesweiten Parteitreffen im April beraten. Von den durch die Regierungspartei eingebrachten Reformgesetzen beschloss das Parlament in der Silvesternacht lediglich ein Gesetz über die Regulierung des Zeitungsmarkts. Die Abstimmung über das Nationale Sicherheitsgesetz und andere Reformvorhaben scheiterte am Widerstand der konservativen Großen Nationalpartei (GNP). (APA/dpa)