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Tanz auf dem Parkett.

Foto: APA/Pfarrhofer
Wien - Den ersten Tribut hat die Halle schon gefordert. Zwar beginnt der so genannte Bandenzauber in der Wiener Stadthalle erst am Mittwoch, der Tiroler Hannes Eder weiß aber schon, dass er nicht mittanzen wird. Ein im Training am - ebenfalls so genannten - glatten Parkett erlittener Bänderriss im Knöchel verschaffte da Sicherheit. Eders Ausfall wird am Status von Wacker Tirol für die bis 9. Jänner dauernde Veranstaltung nichts ändern. Der Aufsteiger ist Außenseiter wie Salzburg. Größer ist die Schar der Favoriten, die natürlich Titelverteidiger Rapid anführt. Dies auch, weil die Hütteldorfer zur Erbauung der sicher wieder zahlreichen Fans - 25.000 Karten für die fünf Spieltage wurden bereits verkauft - einen Großteil des auf dem Rasen erfolgreichen Teams einsetzen wird. Nur Steffen Hofmann lässt sich lieber die Mandeln entfernen als am Parkett foulen. "Alle brennen, wollen zeigen, dass das Vorjahr kein Zufall war", sagt Sportdirektor Peter Schöttel.

Die Austria, Rekordsieger in der Stadthalle, brennt eher darauf, den Nichtgewinn des Titels aus dem Vorjahr zu wiederholen. Aus nachvollziehbaren Gründen schonen die Veilchen die meisten Stars. Nur Kaliber wie Richard Kitzbichler und Sasa Papac werden im Hinblick auf die UEFA-Cup-Duelle mit Bilbao einem Verletzungsrisiko ausgesetzt. Man werde die Austria der Zukunft sehen, versichert Trainer Lars Söndergaard und meint damit einen ganzen Block aus Amateurspielern. Ausgewählt wurde der vor allem von Peter Stöger beim Hallencup zwischen Weihnachten und Neujahr im Dusikastadion. Dass die Austria das Finale gegen Rapids Amateure verlor, lässt auch nicht unbedingt auf einen violetten Stadthallen-Triumph schließen. Toni Polster, erstmals quasi offiziell als Generalmanager der Austria in der Öffentlichkeit, wird's verkraften. Er kann ja beim ISS-Legenden-Cup mit den alten Austria-Kollegen einen Pokal holen.

Die Wiener Platzhirschen bestreiten dank schlauer Gruppeneinteilung am Mittwoch und Freitag Derbies. Mit den Gästen aus Salzburg und Tirol sollten sie es in Gruppe A puncto Einzug ins Halbfinale nicht allzu schwer haben. Heißer dürfte es in Gruppe B hergehen. Mattersburg (nahezu komplett, Didi Kühbauer fällt wegen leichter Knieverletzung aus), Pasching (auch ohne Patrik Jezek, Roland Kirchler und Christian Mayrleb), die Admira und die Auswahl der Ersten Liga, genannt Team Red Zac und betreut von Werner Gregoritsch, gelten allesamt als Mitfavoriten auf einen Finalplatz, wenn nicht gar auf den Titel. Der bringt rund 90.000 Euro. (DER STANDARD Printausgabe 4. Jänner 2004, red)