Den Haag - Weil er ungeachtet des verheerenden Seebebens in Thailand Urlaub macht, ist der niederländische Innenminister Johan Remkes in seiner Heimat unter Druck geraten. Remkes verbringt seit dem zweiten Weihnachtstag - dem Tag der Katastrophe - seine Ferien auf der Insel Koh Samui an der Ostküste Thailands, etwa 250 Kilometer entfernt von den am schwersten überfluteten Gebieten. Kritiker aus fast allen Parteien werfen dem Minister vor, dass er nicht am Ort der Katastrophe seine Hilfe angeboten oder zumindest Kontakt mit Landsleuten gesucht habe. Bisher ist der Tod von sechs Niederländern bestätigt, Dutzende werden aber noch vermisst, einige suchen noch vor Ort nach Angehörigen. Als Innenminister ist Remkes auch verantwortlich für den Katastrophenschutz und die Koordinierung von Rettungsmaßnahmen. (APA/dpa)