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Schönborn macht sich ein Bild in Banda Aceh

Foto: APA/ KATHPRESS

Wien/Schwechat - Sichtlich gezeichnet von seinen Eindrücken ist der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn Mittwoch früh aus Indonesien in die Bundeshauptstadt zurückgekehrt. Schönborn war am 27. Dezember auf Einladung des Apostolischen Nuntius in Jakarta, Malcolm Ranjith, nach Indonesien gereist und hatte wegen der Flutkatastrophe auch die Krisenregion Banda Aceh besucht.

"Jeder Überlebende ist eigentlich ein Wunder, wenn man die Wucht dieser Flut gesehen hat", sagte er bei seiner Ankunft in Wien- Schwechat. Der Kardinal berichtete von zahlreichen traumatisierten Menschen in der Krisenregion, die man nun trösten müsse. "Das wichtigste ist zuhören, zuhören, nicht reden. Zuhören und dass die Menschen ihre Geschichten erzählen können", so Schönborn.

Friedenshoffnung

Der Wiener Erzbischof äußerte zudem die Hoffnung, dass durch die Katastrophe nun Frieden zwischen den für die Unabhängigkeit von Banda Aceh kämpfenden Rebellen und den indonesischen Truppen einkehrt. "Das ist einer der vielen Konflikte, von denen wir viel zu wenig wissen. Jetzt ist die Hoffnung, dass auch die Weltöffentlichkeit Notiz von diesem Konflikt nimmt und dass die Regierung und die Rebellen Wege finden müssen, Frieden zu schließen." Schönborn brachte in diesem Zusammenhang auch das Beispiel Sri Lankas mit der Auseinandersetzung zwischen Singhalesen und Tamilen.

Nun sei zu hoffen, dass die vielen gesammelten Spendenmittel auch zielgerichtet eingesetzt würden, sagte Schönborn. Dabei sei es wichtig, nicht nur Katastrophenhilfe zu leisten, sondern auch eine Strukturhilfe zu bieten. Auch die Kirche leiste ihren Beitrag. (APA)